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FuE-Förderprogramm Elektronische Systeme in Bayern

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Förderbedingungen

Förderbedingungen
Gefördert werden Verbundprojekte in denen mindestens ein Unternehmen mit einem oder mehreren anderen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen zusammenarbeitet. Die beteiligten Partner müssen einen Sitz oder eine Niederlassung in Bayern haben.

Die Förderbedingungen sind in der Programmrichtlinie detailliert festgelegt. Gefördert werden Verbundprojekte in denen mindestens ein Unternehmen mit einem oder mehreren anderen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen zusammenarbeitet. Die beteiligten Partner müssen einen Sitz oder eine Niederlassung in Bayern haben (siehe Zielgruppen). Projektskizzen können laufend eingereicht werden (siehe "Von der Idee zur Förderung"). Typische Projektlaufzeiten bewegen sich zwischen 1,5 und 3 Jahren.

Unternehmen

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft können mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden. Grundlage für die Festlegung der Förderquote ist der detaillierte Arbeitsplan mit einzelnen Arbeitspaketen des Antragstellers. Dabei erfolgt eine Bewertung der geplanten Arbeitspakete hinsichtlich ihres Gehalts an industrieller Forschung und experimenteller Entwicklung (Begriffserklärung siehe EU-Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation Ziff. 2.2 f-g und Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung Art. 1, Ziffer 85 u. 86). Die Anteile der industriellen Forschung können mit bis zu 50 Prozent gefördert werden, die der experimentellen Entwicklung mit bis zu 25 Prozent (KMU: 35 Prozent).
Aus der anteilig gewichteten Bewertung ergibt sich eine individuelle Förderquote für jeden Projektpartner.

Forschungseinrichtungen

Hochschulen und Forschungseinrichtungen können mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden. Ist für diese Einrichtungen eine 100 Prozent Finanzierung erforderlich, werden die restlichen 50 Prozent durch Umverteilung der Fördermittel der industriellen Partner auf die Forschungspartner aufgebracht (siehe auch Beispiel zur Berechnung der Förderquoten).

Die Förderung des Gesamtverbundes kann 50 Prozent nicht überschreiten.

Kostenarten

Zuwendungsfähig sind Personalkosten, Materialkosten, Fremdleistungen und Sondereinzelkosten (Investitionen, jeweils zeit- und vorhabensanteilig). Für Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind darüber hinaus Reisekosten förderfähig.

Personalkosten werden für Unternehmen pauschaliert. Für einen Personenmonat (160 Stunden) können folgende Pauschalen angesetzt werden, die jeweils Personalnebenkosten, Gemeinkosten und Reisekosten mit abdecken:

  • Forscher (Dipl.-Ing., Dipl.-Phys. u. Ä.) 9.000 Euro,
  • Techniker, Meister u. Ä. 7.000 Euro und
  • Sonstiges Personal (Facharbeiter, Laboranten u. Ä.) 5.000 Euro.

 

Für die industriellen Partner kann auf die zuwendungsfähigen Aufwendungen ein Verwaltungsgemeinkostenzuschlag von 7 Prozent geltend gemacht werden.

Ausführliche Informationen

Details der Förderbedingungen können Sie auch der Richtlinie des Programms entnehmen.

Beispiel zur Berechnung der Förderquoten

Im Beispielvorhaben arbeiten ein KMU, ein Großunternehmen und eine Universität zusammen.

KMU

Projektkosten: 400 Tausend Euro, Personalaufwand 40 Personenmonate (PM), davon 25 PM industrielle Forschung (50 Prozent Förderung) und 15 PM experimentelle Entwicklung (25 Prozent + 10 Prozent KMU Bonus).
Als gewichteter Mittelwert ergibt sich eine individuelle Förderquote von 44,375 Prozent.

Großunternehmen

Projektkosten: 500 Tausend Euro, Personalaufwand 50 PM, davon 30 PM industrielle Forschung (50 Prozent Förderung) und 20 PM experimentelle Entwicklung (25 Prozent)
Individuelle Förderquote: 40 Prozent

Universität

Projektkosten: 200 Tausend Euro, Personalaufwand 30 PM, davon 30 PM industrielle Forschung (50  Prozent Förderung).
Individuelle Förderquote 50 Prozent.

Da die Universität keine Eigenmittel ins Projekt einbringt, müssen die restlichen Projektkosten (100 Tausend Euro) aus den Fördermitteln der Industriepartner aufgebracht werden. Dies erfolgt durch Umverteilung der Fördermittel in Abstimmung mit den  Projektpartnern. Die Gesamtförderquote des Projekts aus der Arbeitspaketbewertung bleibt dabei erhalten. (in diesem Beispiel  43,4 Prozent)
Nach der Umverteilung sehen die Förderquoten (FQ) wie folgt aus:

  • KMU: 32,6 Prozent (entspricht 130 Tausend Euro Förderung)
  • Großunternehmen: 29,4 Prozent (entspricht 147 Tausend Euro Förderung)
  • Universität: 100 Prozent (entspricht 200 Tausend Euro Förderung)

ProjektnehmerProjektkosten (in Tausend Euro)FörderquoteFörderquote nach UmverteilungZuwendung (in Tausend Euro)
KMU 400 44,375 % 32,6 % 130
Großunternehmen 500 40,0 % 29,4 % 147
Universität 200 50,0 % 100 % 200
Summe 1.100 477

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